Es gibt mehrere Möglichkeiten und verschiedene Hilfsmittel um den Grad der Abnutzung einer Fahrradkette zu ermitteln.
Eine gute und dazu meist ohne Anschaffungskosten mögliche Meßmethode möchten wir Ihnen hier schildern.
Mit einer Schieblehre, die wohl jeder Bastler besitzt, können Sie den Zustand Ihrer Kette einfach feststellen.
Nachdem die neue Kette etwa 100 Kilometer eingefahren wurde, wobei sich der Abstand zwischen den Rollen und Laschen angepasst hat, wird der Innenabstand zwischen 11 Rollen gemessen. Dieser beträgt z.B. bei einer neuen Rennradkette etwa 11,95 cm.
Dieser Abstand wird zum Zwecke des späteren Vergleichs notiert.
Die Fahrradkette sollten Sie ersetzen, wenn sich dieser Abstand um einen Millimeter vergrößert hat.
Rennradler mit hochwertigem Titanantrieb sollten sich bereits bei einem Abstand von 0,7 - 0,8mm dazu entschließen.
Hintergrund dieser Verschleiss Messung ist die Tatsache, daß eine "ausgenudelte" Kette in relativ kurzer Zeit von den Ritzeln und Kettenblättern Material abträgt und so einer zunehmenden Längung Rechnung trägt. Schlimmstenfalls sehen die Zähne von Ritzeln und Kettenblättern "spitz" aus.
Wird dann eine neue Kette aufgelegt geht plötzlich fast garnichts mehr. Ständiges Überrutschen und "gnubbeln" macht sich sehr unangenehm bemerkbar.
Der Fahrradmechaniker wird Ihnen nun auch das Kettenblatt und das Ritzelpaket wechseln - und das kostet natürlich einiges...